Wir gratulieren zum Aufstieg

In 2019 erstklassig!

Monheim (08.12.) – Das war er also, der Tag der Entscheidung. In einer nahezu überfüllten Monheimer Stadthalle standen sich am 08.12. der StTV Singen und die Mannschaft von Eintracht Frankfurt gegenüber, um im alles entscheidenden Wettkampf um den Aufstieg in die erste Kunstturnbundesliga zu turnen. Parallel wurde der zweite Aufsteiger in der Begegnung vom TuS Vinnhorst und dem TSV Pfuhl bestimmt, und durch diesen Umstand war für Singen der Sprung anstatt dem Boden das Startgerät. Dabei musste die Eintracht zweimal vorlegen, doch ihre Sprünge wurden von Antonio Huber und Ivan Stretovich souverän gekontert und die ersten sieben Punkte waren gesichert. Die nächsten beiden Duelle konnten zwar die Frankfurter für sich entscheiden, dennoch ging das Auftaktgerät mit 7:4 an Singen. Am Barren holte sich dann lediglich der Frankfurter Gastturner Eduard Yermakov 4 Scorepunkte, aber mit sauberen Übungen konnten erneut Antonio Huber und Ivan Stretovich das Turnteam Singen mit 6:4 in Führung bringen. Das letzte Duell brachte für beide Mannschaften ein Remis, so dass auch der Barren mit 6:4 Punkten gewonnen werden konnte. Am Reck überzeugte einmal mehr Ivan Stretovich mit einer Weltklasseübung, doch auch Christian Dehm und Philipp Leitenmair konnten überzeugen und holten die Punkte nach Singen und damit den dritten Gerätegewinn mit 9:4 Scores.

Beim Zwischenstand von 22:12 für Singen ging es in die verdiente Pause, in der die nächsten drei Geräte eingeturnt wurden. Weiter ging es am Boden, an dem durch solide Übungen von Christian Dehm und Philipp Leitenmair zwei Unentschieden erturnt wurden. Wiederum war es Ivan Stretovich, der mit einer glänzenden Vorstellung stolze 4 Scores erturnte. Durch eine ebenso hochkarätige Übung vom Frankfurter Eduard Yermakov hatte Tim Leitenmair leider das Nachsehen und der Boden ging mit 4:4 Punkten unentschieden aus. Je näher es an die Entscheidung ging, desto mehr wurde die Halle von den Fans aller Teams in einen wahren Hexenkessel verwandelt. Dies schienen dann auch die Turner zu spüren, schlichen sich doch auf beiden Seiten gerade am Pauschenpferd schwere Fehler ein. So profitierte Tim Leitenmair vom Sturz seines Kontrahenten und bekam 5 Scores, wobei gleich darauf Dominik Grandl an einer Pausche hängen blieb und ebenfalls das Gerät verlassen und 5 Punkte abgeben musste. Die anderen Duelle wurden einmal von Singen mit 4 Punkten und einmal von Frankfurt mit 5 Punkten gewonnen, sodass die Eintracht ihr erstes Gerät mit 10:9 Punkten verbuchen konnte.

Vor dem ungewohnten Abschlussgerät Ringe stand es 35:26 für das Turnteam Singen, und gleich die ersten beiden Begegnungen konnten die Turner aus Frankfurt für sich entscheiden. Der Punktestand hieß nun 35:31, nur noch 4 Punkte Vorsprung. Der spätere Topscorer des Tages Ivan Stretovich holte buchstäblich die Kohlen aus dem Feuer und konnte wiederum mit einer klasse Übung 4 Punkte nach Singen holen. Das abschließende Duell begann Frankfurts Eduard Yermakov. Auch er begeisterte die Zuschauer erneut mit höchsten Schwierigkeiten. Als letzter Turner musste nun Singens Antonio Huber ans Gerät. Selbst die sonst so frenetisch jubelnden Fans hielten inne und blickten gespannt auf ihn, wie auch seine Mannschaftskameraden, die Arm in Arm jede einzelne Übung fast atemlos mitverfolgten. Als er seine Übung mit einem Tsukahara-Abgang fehlerfrei beendete gab es kein halten mehr, das gesamte Turnteam Singen stürzte sich auf ihn und feierten ihn. Denn sie wussten: mit einem Endstand von 39:35 Punkten sicherte sich der StTV Singen im dritten Anlauf den Aufstieg in die erste Kunstturnbundesliga. Bei der parallelen Begegnung vom TuS Vinnhorst gegen den TSV Pfuhl hatten die Pfuhler Turner hauchdünn die Nase vorn und gewannen ihren Wettkampf mit 36:35 Punkten und werden ebenfalls im nächsten Jahr erstklassig sein.

Bild: die Mannschaft Turnteam Singen
v.l.n.r.: Christian Dehm, Philipp Leitenmair, Antonio Huber, Rainer Wiechert, Tim Leitenmair, Michael Meier, Volker Wiechert, Ivan Stretovich, Matthias Mayer, Dominik Grandl